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Der einfache ROI

Der einfache ROI berechnet sich folgendermaßen:

(Gewinn - Investitionskosten) / Investitionskosten = Einfacher ROI

Ein Beispiel: Die zu erwartenden Kosten einer neuen Marketing-Kampagne betragen 500 000 Euro innerhalb der nächsten fünf Jahre. Im gleichen Zeitraum werden Gewinne in Höhe von 2 000 000 Euro angenommen. Daraus ergibt sich folgende Rechnung:

Ein einfaches ROI-Beispiel = (Gewinne - Investitionskosten) / Investitionskosten = (2 000 000 - 500.000) / 500.000 = 300%

Der einfache ROI lässt sich immer dann gut ermitteln, wenn sich Kosten und Nutzen einer Investition einander schlüssig zuordnen lassen und eindeutig aus einer bestimmten Handlung resultieren. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn ein Unternehmen eine neue Werkzeugmaschine anschafft und nun mehr Teile als zuvor in kürzerer Zeit produzieren kann.

Wenn alle Randbedingungen gleich bleiben, ist eine Investition mit einem höheren ROI die bessere Investition. Der ROI sagt allerdings weder etwas über die Größenordnung des Rückflusses noch über die Risiken der Investition aus.

Bei komplexen Geschäftsentscheidungen ist es nicht immer ganz einfach, eine Kausalität zwischen den Kosten und dem aus ihnen resultierenden Nutzen herzustellen. Das macht den ROI als Entscheidungshilfe nur bedingt aussagekräftig. Je mehr indirekte oder allgemeine Kosten in die Rechnung einfließen (z. B. Verwaltungskosten), desto weniger Verlass ist auf den ROI.

Investitionsentscheidungen ziehen in der Regel über mehrere Jahre finanzielle Konsequenzen nach sich. Der Betrachtungszeitraum wird jedoch bei der Errechnung des ROI nicht berücksichtigt, ist aber ganz entscheidend. Um das Potential von zwei verschiedenen Investitionen miteinander vergleichen zu können, muss bei der Ermittlung des ROI vom gleichen Betrachtungszeitraum ausgegangen werden.

Sollten sich die finanziellen Folgen einer Investition über mehrere Jahre erstrecken, kann es sinnvoll sein, diskontierte (Nettobarwert) oder abgezinste Zahlen für die Investitionsentscheidung heranzuziehen.

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